Hannah Santana

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Politik / Poetik des Raumes

Eine politisch–künstlerische Recherche zur Mystifizierung der Stadtentwicklung Berlins nach dem Mauerfall.


In der Ausstellung wurden die künstlerischen Arbeiten aus dem diesjährigen Theorie-Praxis-Projekt im Studiengang MA Raumstrategien an der Kunsthochschule Berlin Weissensee gezeigt.

https://kh-berlin.de/lehrangebote/show/politik-poetik-des-raumes-1149.html

 

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In seiner 1998 verfassten Erzählung Stadterfahrungen skizziert Henri-Pierre Jeudy Berlin in den frühen Wendejahren als eine Stadt „die an den Schuhen klebt“, ermüdet von den geschichtlichen Exzessen, die das Bestreben der Politik nach einer neuen, globalen Signifikanz über sich ergehen lässt. Um den Umbau der Stadt so erfolgreich wie möglich gestalten zu können, musste die Stadt gefällig zu erfassen sein, sich in einem vereinfachten Narrativ ihres stadtgeschichtlichen Erbes fügen. 

 

Die Radikalität des Umbruchs, insbesondere das Städtische betreffend, wird zunehmend unsichtbarer und die Bewertung gerät erneut zwischen die ideologischen Fronten machtpolitischen Wirkens und den Wirkungsmechanismen der globalen Immobilienspekulation. Gegenwärtig verblassen die grundlegenden Verhandlungen, die Prozesse der Stadtpolitik und die Kultur der 90er Jahre neben dem beharrlich zitierten Erbe ökonomisch erfolgreicher Protagonist*innen und der Großprojekte. 

 

Nach 30 Jahren Mauerfall schein der städtische Umbau aufgebarbeitet und die urbanen Räume – die früheren Möglichkeits- und Verhandlungsräume  – sind verloren. Gefüllt wurden diese Orte mit Stadtansichten –  stilistischen Chimären –  die in ihrem architektonischen Wirken, eine „andere“ historische Stadtgeschichte heraufbeschwören. Diese Stadt „klebt“ weder an den Schuhen, noch verlangt sie neue Verhandlungen und Diskurse zur Stadt von morgen. Die 90er Jahre und die gleichzeitige Öffnung und Bespielung  von „Vakuum-Landschaften“ in Berlin (Ost) findet in die Gegenwart kaum Übersetzung. Die künstlerischen Arbeiten der Studierenden sind daher erste Versuche raumstrategischer Interventionen, um sich diesen Jahren neu bzw. anders zu nähern.
(
Anne Fenk)


Kunsthochschule Berlin Weissensee Wintersemester 19/2020

Abschlusskolloquium im n.b.k.

Neuer Berlin Kunstverein 06. &07.02.2020

Wie fühlt es sich an? 

„Wie fühlt es sich an?“ ist ein partizipatives Projekt, dass seit Februar 2019 läuft. Die Künstlerin Hannah Santana hat dafür mit einem Aufruf über die sozialen Netzwerke Menschen, die an einer Krankheit leiden oder bis vor kurzem in Behandlung waren, zur Teilnahme eingeladen. Die 24 Teilnehmer*innen haben zunächst einen Patientenkittel erhalten, den sie dann mit Gedanken zu ihrem Erlebten beschriftet haben. Im Fokus dieser Arbeit steht die Frage: „Wie fühlt es sich an?“, die auch weiterhin leitend für die Ausstellung ist.

Das Projekt stellt keine spezifische Krankheit, oder die Krankheit an sich in den Mittelpunkt. Sie konzentriert sich auf den Menschen und seine Gedankenwelt, zunächst als Individuum und nun als Kollektiv. Der Prozess des Beschriftens des Kittels führte zu einer Externalisierung innerer Zustände, Gedanken und Erfahrungsräume, dessen Ergebnis nun andere zur Teilhabe ermöglicht. Der Kittel wurde seinem Zweck entfremdet, personalisiert und zu einem neuen Gegenüber verselbständigt. Die Handschrift, die Gedanken und die Worte der Patient*innen haben die Kittel verwandelt und den unsichtbaren Spuren des Alltags der Krankheit eine Stimme gegeben.


Die Arbeiten sind nicht als Ausstellungsobjekte im klassischen Sinne zu verstehen. Vielmehr sollen sie als Gegenüber intervenieren, mit dem man in Begegnung tritt. Die Besucher*innen sollen zu Gesprächspartner*innen werden, die aufgefordert werden, einen Platz einzunehmen, in Resonanz zu treten und so ein Teil des Gesamtprojekts werden. 

Teilnehmer*innen:
– … – Carla Steinbrecher – … – Christine – Elisabeth – Elisabeth W. – Elke – Evita Emersleben – Fabian – Gunda – Insa Pape – Johanna – Johanna Wildhagen – Kathrin Stadler – … – Lea Berndl – Marion – Michaela Marcian – … – Nina Romming – Norma Ingenfeld – … – Raphael – Sigrid –


Weitere Informationen:

  • Krankheitsbilder der Teilnehmer*innen: Rezidivierende Depressionsstörung, Migräne, Anorexia nervosa, Unfallopfer, Schlaganfall, Polyneuropathie, Brustkrebs, Hautkrankheiten, Burn-Out, chronische Schmerzen, Gebärmutterkrebs, Autoimmunerkrankung, Borreliose, Hirntumore, Persönlichkeitsstörung, ... 
  • 25 Teilnehmer*innen, 19 abgegebene Kittel
  • 3 Männer, 22 Frauen
  • Alter: 19-77 Jahre

seit 02.2019

LebensWert Arbeit

LebensWert Arbeit 

Mitarbeit im einjährigen Projekt an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg zur Vorbereitung und Realisierung der Sonderausstellung „LebensWert Arbeit“ anlässlich des 200-jährigen Jubiläums von Karl Marx im Museum am Dom des Bistums Trier, unter der Leitung von Prof. Jochen Stenschke und Prof.in Cony Theis.

2018

Spieglein Spieglein

Spieglein Spieglein 

Mitarbeit in einem Projekt mit dem Thema des partizipatorischen (Doppel-)Porträts unter Leitung von Prof.in Cony Theis an der Alexianer Klinik in Münster in Kooperation mit dem Kunsthaus Kannen. 

2017

Resonanzperformance I, Hannah Santana

Anderswo: interaktive Erkundung von Kunst

Mitarbeit in einem kunstbasierten und   
-vermittlenden Projekt innerhalb von zwei Projektphasen unter der Leitung von Prof.in 
Dr. Constanze Schulze und Prof.in Cony Theis in Kooperation mit der Overbeck Gesellschaft, Verein von Kunstfreunden e.V., der St. Petri Kirche und der Kunsthalle St. Annen, Lübeck. 

2016 - 2017

Grenzerfahrung, Hannah Santana

Inklusion inklusive 

Teilnahme an einem inklusiven Projekt unter Leitung von Prof. Michael Dörner im Rahmen der Lehrveranstaltung Kunst im öffentlichen Raum (HKS) in Kooperation mit der Gerisch-Stiftung in Neumünster. 

2016

Denkmal, Hannah Santana

Denkmal

Offenes Atelier  -  Worpsweder Mühle in Kooperation mit den Künstlerhäusern Worpswede, Arbeit mit Schrift und Performance

2016


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